Strukturiertes Üben für Drummer – So erreichst du deine Ziele

Clever Üben – So geht’s wirklich voran

Der Weg zum Fortschritt

Jeder Musiker entwickelt mit der Zeit seine ganz persönliche Art zu üben. Dennoch gibt es einige bewährte Prinzipien, die dir helfen können, beim Üben effektiver und strukturierter voranzukommen. Diese Tipps sind als Orientierung gedacht – wie du sie in deine Routine integrierst, bleibt dir überlassen.


Zielsetzung: Wo soll’s hingehen?

Bevor du loslegst, solltest du dir klarmachen, was du überhaupt erreichen möchtest. Strebst du eine Profi-Karriere als Drummer an? Dann musst du natürlich mehr Zeit und Energie investieren, als wenn du einfach aus Spaß ab und zu trommelst. Das Ziel bestimmt den Weg – und auch, wie viel du bereit bist, dafür zu geben.


Strategie: Ein Plan muss her

Hast du dein Ziel im Blick, überleg dir, wie du dorthin kommst. Erstelle dir einen strukturierten Übungsfahrplan: Welche Fähigkeiten willst du verbessern – Technik, Präzision, Tempo? Schreib dir konkrete Punkte auf und komme regelmäßig darauf zurück. Nur so entwickelst du dich stetig weiter.


Tagesroutine: Fokus statt Chaos

Es bringt wenig, in einer Session alles gleichzeitig üben zu wollen. Nimm dir pro Einheit ein Thema vor und vertiefe es gründlich. Klar, ein bisschen herumspielen zwischendurch ist okay – aber dann solltest du wieder zu deinem Hauptpunkt zurückkehren. Wiederhole die Übungen mehrmals, und zwar nicht nur ein- oder zweimal. Erst wenn du sie sicher beherrschst, in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und am besten auswendig, hast du sie wirklich drauf. Und wenn mal gar nichts klappt? Leg’s zur Seite, atme durch oder mach kurz was anderes. Danach geht’s oft leichter.


Zeitmanagement: Besser regelmäßig als selten und lang

Ein kontinuierlicher Rhythmus ist das A und O. Tägliche Übungseinheiten – auch wenn sie kurz sind – bringen auf lange Sicht mehr, als seltene Marathon-Sessions. Wenn du täglich etwa eine Stunde investierst, wirst du spürbare Fortschritte machen. Und denk dran: Wenn du zu Hause trommelst, sprich dich besser mit deinen Nachbarn ab – ein guter Umgangston beugt unnötigem Stress vor.


Timing ist alles: Das Metronom als bester Freund

Ein zuverlässiger Taktgeber sollte immer dabei sein. Durch das Spielen mit Metronom entwickelst du ein stabiles Timing und bekommst ein besseres Gefühl für Tempo. Übe in verschiedenen Geschwindigkeiten – langsam starten, sauber spielen, und erst steigern, wenn du dich sicher fühlst. Immer dran denken: Genauigkeit vor Geschwindigkeit!


Inhaltlich clever wählen: Was üben?

Starte mit einfachen Übungen und taste dich allmählich an anspruchsvollere heran. Es ist nicht sinnvoll, sich ewig mit einer Übung herumzuschlagen, die (noch) zu schwer ist. Erfolgserlebnisse motivieren – also lieber mehrere einfache Etappen als eine zu hohe Hürde. Wiederholungen sind wichtig, aber vergiss nicht, auch Neues einzubauen. Stillstand bedeutet Rückschritt.

Halte deine Übungszeit abwechslungsreich, aber verliere dich nicht im Durcheinander. Eine klare Linie und regelmäßiges Wiederholen sind entscheidend. Dabei kann ein Wochenplan sehr nützlich sein. Darin kannst du notieren, welche Übungen aktuell sind mit welchen Tempi du sie spielst. So hast du auch gleich eine Erfolgskontrolle.


Beispiel für eine ausgewogene Woche:

  • Montag: Triolen
  • Dienstag: Mitspielen zu Songs
  • Mittwoch: Fill-Ins
  • Donnerstag: Triolen, Teil 2
  • Freitag: Wieder Songbegleitung
  • Samstag: Fill-Ins wiederholen
  • Sonntag: Ruhetag – auch Drummer brauchen eine Pause!

So bleibt dein Üben spannend und trotzdem zielgerichtet.


Bandpraxis: Üben mit Blick auf die Bühne

Wenn du in einer Band spielst, richte deinen Übungsfokus auf das, was du in den Songs tatsächlich brauchst. Wenn du merkst, dass deine Proben Früchte tragen und du das Gelernte live umsetzen kannst, wirkt das wie ein echter Turbo für deine Motivation.


Offen sein: Von anderen lernen

Natürlich hast du deine Lieblingsmusik – aber du kannst viel lernen, wenn du auch mal über den Tellerrand schaust. Hör bewusst in andere Genres rein und achte darauf, wie dort getrommelt wird. Inspiration kann von überall kommen – Jazz-Drummer können Rockern etwas beibringen, und andersherum. Musik lebt von Vielfalt. Lass dich davon bereichern.


Gesund bleiben: Körper und Ohren schützen

Beim Üben solltest du auf deinen Körper achten. Schmerzen in Armen oder Handgelenken sind ein Alarmsignal – mach eine Pause! Wärm dich vorher gut auf, wie du es beim Sport tun würdest. Das Schlagzeug ist ein körperlich intensives Instrument, daher ist Vorbereitung wichtig.

Auch dein Gehör ist kostbar. Übe mit Ohrschutz, besonders bei lauten Proben oder Auftritten. Schon günstige Modelle aus der Drogerie helfen. Langfristig lohnt sich eventuell auch ein professioneller Gehörschutz.

Achte auch auf deine Haltung: Ein falscher Hocker, schlechte Sitzposition oder ein ungünstiger Aufbau deines Sets können Rückenschmerzen verursachen. Informier dich, wie du ergonomisch sinnvoll spielst – das zahlt sich aus.


Der wichtigste Punkt: Freude an der Musik

Disziplin, Ausdauer und Erfolg sind toll – aber das alles bringt nichts, wenn dir die Freude am Spielen verloren geht. Mach dir keinen Druck, vergleiche dich nicht ständig mit anderen. Jeder hat sein eigenes Tempo. Lass die Musik ein positiver Teil deines Lebens sein. Wenn du Spaß am Trommeln hast, spüren das auch deine Zuhörer. Und genau darum geht’s am Ende: Musik soll verbinden, begeistern und glücklich machen – nicht stressen.

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